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Gedanken zur Kunst

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Zitate

Seit jeher bin ich vieles, aber sicherlich kein Kreativer, der in eine Schublade passt.
2020 05 28

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Was ich mache, ist Kunst. Ob es gute Kunst ist, müssen andere beurteilen.
2014 08 07

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Kunst ist entweder gut oder nicht gut. Andere Adjektive überlasse man den Kritikern.
2020 03 13

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Die Interpretation einer Wahrnehmung ist entscheidend, nicht die Wahrnehmung an sich.
2019 11 11

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Die höchste Form des Lernens ist Kreativität.
2019 06 08

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Kunst, die nicht provoziert, ist Dekoration.
2020 03 01

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Design is the order within function and form. Art is the disorder within this order.
2019 03 02

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The order of the disorder equals art.
2013 12 22

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Die Summe des Chaos ist Ordnung.
2013 12 12

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Die große Kunst der Kunst ist die Kunst, die Kunst zu verkaufen.
2017 09 21

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Jedes Bild hat ein Recht auf einen passenden Rahmen.
1987 04 14

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Kunst ist immer am Anfang.
1992 09 01

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I believe in art. But I have to work hard to make art believe in me.
1984 08 13

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Auch in der Kunst gibt es keine Regel, die nicht durch eine andere widerlegt werden kann.
1994 12 03

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Wer spricht ist Lehrer.
(Josef Beuys)
Wer zuhört ist Meister.
2007 01 25

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Nicht an sich zu glauben, grenzt an Häresie.
1992 08 23

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Was zählt, ist nicht die Idee, sondern die Verwirklichung.
2008 09 22

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Es gibt kein Kitsch. Es gibt nur Dinge, die nicht ins Umfeld passen.
2000 02 17

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Manche Form wurde durch Formales zum Formellen.
1987 10 22

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Was wir machen ist Handwerk. Dass es als Kunst bezeichnet wird, hat auch mit anders gearteten Fähigkeiten zu tun.
1986 02 22

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Jede Arbeit wird zum kreativen Prozess, wenn man ihr wahres Wesen erkennt.
1991 08 09

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Unabhängigkeit

Wichtig ist, nicht abhängig zu sein. Ich habe mich stets an diesen Ratschlag von Max Bill gehalten. Der Zürcher Architekt und Künstler war mit meinem Vater befreundet. Bill erklärte, dass ein Künstler unabhängig bleiben muss, um sich verwirklichen zu können. So bin ich in meiner künstlerischen Arbeit unabhängig geblieben und setze mich mit Themen auseinander, die mich in erster Linie faszinieren, mir am Herzen liegen oder einfach Freude bereiten.

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Out of Control

Wenn man einmal absieht von der konstruierten Kunst, wie ich die „Zürcher Konkreten“ empfinde, so hat der Faktor Zufall seinen festen Platz in der gestaltenden Kunst.

Das Paradox ist, dass der Zufall planbar ist. Das heißt die Parameter, die den Zufall und damit auch die Kreativität fördern, sind bis zu einem gewissen Punkt kontrollierbar. Danach entsteht Kunst außer beziehungsweise außerhalb der Kontrolle, so, wie ich sie auf meinen Leinwänden, in der Fotografie, mit den Objekten und in Art Action erlebe: Es geschieht! Es geschieht Out of Control.

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Die Summe des Chaos ist Ordnung.

Die euklidische Mathematik beschreibt die glatten Strukturen, in denen der Geist seine Ordnung findet. Doch Ordnung ist Chaos. Das heißt, Ordnung wird dann zum Chaos, wenn ich die Ordnung nur als Bruchteil wahrnehme, weil ich nicht fähig bin, das gesamte Bild zu erfassen. So entlaste ich mein Denken an glatten Zufluchtspunkten und verschließe mich der umfassenden Erkenntnis.

Da ich das Ganze nur teilweise erfasse, bin ich dem Bruchteil ausgeliefert. Dieser Bruchteil wird als Chaos wahrgenommen, anstatt als Teil der gesamtheitlichen Ordnung, die auch in einer mathematisch definierbaren, glatten Struktur ihre Erfüllung findet. Ein Widerspruch?

Ein praktischer Versuch: Betrachten Sie ein Bild unter der Lupe. Ungeachtet, ob das Werk von einem alten oder einem modernen Meister stammt, Sie sehen Bruchteile, die Sie – wider besseres Wissen – als Chaos empfinden. Nun treten Sie ein paar Schritte zurück und Sie erkennen: Die abstrakten Bruchteile ergeben ein sinnvolles Ganzes. Die Summe des Chaos ist Ordnung: The order of the disorder equals art.

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Werner Pfändler, September 2014

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PS:
Wie ist der Widerspruch erklärbar zwischen "The order of the disorder equals art" und meiner Aussage sechs Jahre später: "Design is the order within function and form. Art is the disorder within this order."

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Ist es ein Widerspruch? Nein, denn die scheinbar widersprüchlichen Zitate entsprechen eher einem kreativen Yin und Yang, das entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene Energien zur Einheit werden lässt.

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